"Ich bin der Herr und sonst niemand, außer Mir gibt es keinen Gott. Ich bin der Herr und sonst niemand. Ich erschaffe das Licht und mache das Dunkel, Ich bewirke das Heil und erschaffe das Unheil. Ich bin der Herr, der das alles vollbringt." - Jesaja 45, 5-7 (Einheitsübersetzung)
Die Yoga-Tradition lehrt, dass Gott Sich von Zeit zu Zeit in Menschen verkörpert, die Vollkommenheit erreicht haben und keine persönlichen, selbstsüchtigen Interessen mehr verfolgen, weil sie wissen, dass die Welt kein dauerhaftes Glück zu geben vermag. Mit ihrem Leben und mit ihren Lehren sind sie "die sprechende Stimme des schweigenden Gottes".
Seelen von dieser Reinheit und Vollkommenheit erscheinen selten auf Erden. ("Sie wachsen nicht auf Bäumen"). Weltbekannt ist Jesus Christus mit seiner besonderen Mission geworden; die meisten wirken in kleinerem Rahmen. Zu seiner Zeit und in seiner Region ist Jesus als einziger makellose Mittler zwischen Gott und Mensch öffentlich aufgetreten ist, und so sprach er mit vollem Recht zu denen, die ihm zuhörten: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Joh 14,6).
Die Kirchen machen sich viele Gedanken über "historische" und "theologische" Wahrheiten. Ich habe aber noch nirgendwo gelesen, dass dieser Satz Jesu in seinen historischen Rahmen gestellt wird. Täte man es, könnte der Missionszwang entfallen. Christen könnten in der Freude leben, ihren Mittler zu Gott gefunden zu haben, ohne ihn anderen als den einzigen der Welt verkaufen zu müssen. Sie könnten aus der Freude ihrer Gottverbundenheit handeln - und wenn dann jemand danach fragt, ganz entspannt von Erfahrungen mit Gott und Jesus erzählen. Sie könnten darauf vertrauen, dass ihr Gegenüber in der für ihn richtigen Weise von Gott inspiriert und geführt wird.
Wenn wir damit aufhören, Religionen als Glaubenslehren im Wettbewerb zu betrachten und sie statt dessen als Orientierungshilfen (Landkarten > ) anerkennen, die uns - unter Berücksichtigung unserer bunten Vielfalt - die zu uns passende Führung geben können, werden wir von anderen lernen können, ohne uns bedroht zu fühlen oder verteidigen zu müssen. Und wir können reibungsfrei gemeinsam daran arbeiten, diese Erde während unseres kurzen Gastspiels hier zu einem etwas freundlicheren Ort zu machen - sie vielleicht ein wenig besser hinterlassen, als wir sie beim Betreten vorgefunden haben.
Haben christusähnliche Meister auf Erden gewirkt? Tun sie es heute noch? Können wir zu ihnen eine lebendige Beziehung aufbauen, die uns hilft, unsere persönliche Gottverbundenheit zu stärken? Lesen Sie Paramahansa Yoganandas "Autobiographie eines Yogi" > vorbehaltlos und urteilen Sie selbst!







