Einen inspirierenden Abend erlebte ich neulich im Publikum der "Jenfelder Gespräche" > , diesmal mit dem Titel "Gebet hilft - immer". Es war eine Fernsehaufzeichung für "Bibel TV" > , die Sie auch nach der Ausstrahlung am 18. Juni 2010 in der BibelTV-Meditathek > weiterhin anschauen können. Unter der bewährten Leitung von Gastgeber Pastor Thies Hagge > und Moderator Ulli Harrass > entstand wieder diese besondere Atmosphäre, die es den Talkgästen und den Zuschauern leicht machte, ihr Herz für Gottes Gegenwart zu öffnen.
Einmal mehr war ich beeindruckt, wie offen die Talkgäste - diesmal waren es Wolfram Kopfermann > , Karlheinz Binder > , Gaby Wentland > und Thomas Steinlein > - über ihre Gotteserfahrungen und die kleinen und großen Wunder berichteten, die Gott in ihrem Leben gewirkt hat.
Muss man zuerst an Gott glauben > , um Seine Gegenwart erfahren zu können? Talk-Teilnehmerin Gaby Wentland - hier ein ERF-Interview mit ihr > - macht es unkompliziert. Von ihr nehme ich das Statement mit, dass am Anfang häufig eine Grenzen sprengende Erfahrung stehe, gewonnen in einer besonders kritischen Lebenssituation, in der die Bordmittel ausgereizt sind und man sich schließlich einfach öffnet: "Gott, wenn es Dich gibt, dann zeig Dich mir jetzt." Oft folgt dann ein "Wunder" als Beziehungsangebot Gottes, und wer es annimmt, kann die Gegenwart Gottes unmittelbar auch in seinem täglichen Leben erfahren.
"Würden Sie ein Wunder erkennen, wenn es beginnt oder Sie mitten darin stecken?", fragt Jim Penner provozierend in einer Predigt > in der Crystal Cathedral. Das ist gar nicht so nicht selbstverständlich, denn zu Beginn sehen die Umstände meist nicht gut aus. Vernunft und Logik reden uns ein, dass wir endgültig in der Sackgasse steckten, und dass die Situation aussichtslos sei. Penner nennt drei Regeln, damit wir unser Wunder nicht verpassen:
- Schauen Sie nicht auf die Umstände. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit ganz auf Gott.
- Übergeben Sie Gott Ihre Umstände, und vertrauen Sie Gott Ihr Leben an.
- Vertrauen Sie Gott in Bezug auf das Ergebnis. Er wird alles zum Besten fügen.
Wunder können zur "Erweckung" führen, zur "Wiedergeburt" im christlichen Verständnis; auf jeden Fall zur spirituellen Stärkung, wenn man die Erfahrung bewusst verarbeitet und Gottes Beziehungsangebot annimmt. Muss man dazu Christ sein? Nicht unbedingt; ratsam ist allerdings, Gott um Schutz vor dunkler Magie zu bitten, wenn man sich auf jemanden einlassen will, den man nicht genau kennt. Mit Jesus Christus macht man keine Fehler: Er ist sofort da, wenn man Ihn ernsthaft anruft. Gott und Christus wachen über alle Menschen, die aufrichtig auf Gottsuche sind, Ihn in ihr Leben einladen und Ihm vertrauensvoll die Führung überlassen > .
Auf dem Heimweg von den "Jenfelder Gesprächen" dachte ich an die Aktion "Ich habe abgetrieben" aus den siebziger Jahren, als Illustrierte in umfangreichen Fotogalerien Frauen präsentierten, die sich alle dazu bekannten, in ihrem Leben einmal abgetrieben zu haben. Ich stellte mir vor, wie gut es uns als Gesellschaft täte, wenn heute all die Gottverbundenen aufstünden, die bisher ihre Gottesbeziehung ganz privat für sich behalten. Welche Fortschritte werden möglich sein, wenn alle diese Menschen sich bekennen und zu erkennen geben: "Ich vertraue mein Leben dem Göttlichen Lotsen an und mache damit gute Erfahrungen." Wie viele andere könnten sie anstecken und ermutigen, eine persönliche Beziehung mit dem Großen Regisseur des Weltgeschehens einzugehen.
Kurz darauf sehe ich den Chrismon-Titel: "Ich glaube" > , mit vielen Prominentenfotos auf dem Cover. In der christlichen Szene, z.B. in Zeitschriften wie "chrismon" > , "reflexionen" > , "Lebenslust" > und "Neues Leben" > erscheinen ständig neue Bekenntnisse und Erfahrungsberichte. Von Bibel TV > und dem ERF > ganz zu schweigen - wer hier eine Zeitlang zusieht, erblickt eine bunte, vielfältige Szene voller Lebenskraft und Kreativität. Aktuell gibt es eine Reihe von Materialien zur Fußball-WM, z.B. die DVD "Leidenschaft Fußball" > und ein Jugendgebetbuch > , veröffentlicht vom Deutschen Fußball Bund DFB. Auch Margot Käßmann ist dabei, mit einem "christlichen Fußball-Album" > . Man muss sich wirklich wundern, wie wenig Medienpräsenz Gott im Rest des Äthers eingeräumt wird. Immerhin ist lt. idea-Spektrum > die Mehrheit der Deutschen (63%) Mitglied einer christlichen Kirche.
Bücher, CDs, DVDs und Veranstaltungen, die mich am meisten inspirieren, entstammen der von Paramahansa Yogananda gegründeten weltweit aktiven "Kirche aller Religionen" SRF > , in der ich seit 1979 Yoga-Schüler bin.
Gerne höre ich von Ihnen und Ihren ganz persönlichen Wundern, Gotteserfahrungen und Inspirationsquellen. Wenn Sie möchten, teilen Sie sie mit den Leserinnen und Lesern dieses Blogs, indem Sie einen Kommentar zu diesem Eintrag verfassen!







