"Würden ab sofort keine Schulden mehr aufgenommen, und würde die öffentliche Hand gesetzlich verpflichtet, jeden Monat eine Milliarde Euro an Schulden zu tilgen, so würde dieser Prozess rund ... Jahre lang andauern müssen, um den Schuldenberg vollständig abzutragen", lese ich im P.T. Magazin 3/2010 > . Der Beitrag basiert auf einem Vortrag des Journalisten Günter Ederer > .
Möchten Sie raten, wie viele Jahre es dauern würde? Die Lösung steht am Ende des Textes.
Mich erinnert diese Aussage an die Hochrechnung von Stadtplanungsspezialisten, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts voraussagten: Paris werde, wenn der Verkehr weiterhin so zunehme, in wenigen Jahren im Pferdemist ersticken. Was dann kam, war etwas, womit niemand rechnete: das Auto mit ganz neuen und ganz anderen Herausforderungen an die Stadtentwicklung.
Was braucht es also, um die scheinbare Zwangsläufigkeit des wirtschaftlichen Einsturzes abzuwenden?
"Sparen" ist eher ein zweischneidiges Schwert als eine Universalarznei. Ohne eine mutige Werte-Orientierung und ohne den klaren Blick für "notwendige Notwendigkeiten" und "unnötige Notwendigkeiten" wirkt es sich schwächend aus - umso mehr wenn Verschwendung nicht entschlossen benannt und beherzt beendet wird.
Wir brauchen Menschen mit der Fähigkeit, schöpferisch zu denken und neue Lösungen jenseits der eingefahrenen Bahnen zu entwickeln. Einige Denkbeispiele und und einige verblüffende, praxiserprobte Ansätze aus anderen Ländern präsentiert der Artikel - wieder einmal wundert sich der Leser, wie sehr wir (wir Deutschen? Wir Bequemen? Wir Besitzstandswahrer? ) dazu neigen, hinter unserer Hecke zu sitzen und nicht über den Zaun zu schauen.
Nutzen Sie diese inspirierenden Zündfunken, um das Feuer Ihrer Kreativität in Schwung zu bringen! "Wenn viele kleine Menschen viele kleine Schritte tun, wird daraus mit der Zeit eine große Bewegung, die die Welt zu verändern vermag" - denken wir an die Montagsdemonstrationen in der ehemaligen DDR, deren SPIRIT die Mauer und den Eisernen Vorhang weggefegt hat. Wie schnell vergessen wir, dass aus kleinen Anfängen Entwicklungen entstehen, die kaum jemand für möglich gehalten hätte (später hält man es dann ganz schnell für alltäglich und geht zur Tagesordnung über ;-)).
Natürlich ist "Bewegung" nicht alles, sie braucht auch ein gemeinsames, übergeordnetes Ziel, ein gelebtes Leitbild und zentrale Werte. In der Ex-DDR spielte die Kirche als Bastion für menschliche Freiheit und Würde eine herausragende Rolle ...
In Wirtschaft und Gesellschaft sind die Probleme komplexer und brauchen unterschiedliche Initiativen; viele Menschen, die neue Gedanken entwickeln und regionale Projekte verwirklichen, die andere zum Mitdenken, Nachmachen und Neu-Entwickeln anregen. Es gibt in Deutschland schuldenfreie Gemeinden - wie machen sie es? Es gibt Gemeinden, die ihre Energieversorgung auf eigene Füße gestellt haben und sogar noch Energie in den großen Stromverbund einspeisen - was kann man sich davon abschauen? Beschäftigungsgesellschaften geben Menschen Arbeit, die als schwer vermittelbar gelten - wie kann man vermeiden, dass die Beschäftigungsgesellschaften in einen verzerrten Wettbewerb mit mittelständischen Unternehmen treten und deren Existenz gefährden > ?
Wir brauchen dringend Menschen mit frischem SPIRIT und Unternehmergeist, die alles scheinbar Zwingende abklopfen und nichts selbstverständlich nehmen, die sich wirksam immunisieren gegen Kreativitätskiller, in allen Lebensbereichen und auf jeder Ebene politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Macht. Davon können wir nicht genug haben! Gerne höre ich von Ihnen, auf welche - vielleicht ganz unspektakuläre - Weise Sie aktiv sind.
Und falls Sie sich wie ein Prediger in der Wüste fühlen - schließen Sie sich mit Gleichgesinnten aus Ihrer Region zu ErfolgsTeams und SynergieKreisen zusammen, um dem Feuer Ihrer Begeisterung und Ihrer Kreativität beständig neue Nahrung zuzuführen. Gerne unterstütze ich Sie dabei mit meinen Erfahrungen.
Zum Schluss möchten Sie noch eine Jahreszahl? Im Text steht 138, aber zwingend ist das nicht - oder?







