Schon gehört? Die Wirtschaftskrise soll praktisch schon vorbei sein. Naja, noch nicht ganz, aber unsere "Wirtschaft" "wächst" doch schon wieder. Haben wir alle Chancen genutzt, die so eine Krise mit sich bringt > , und kommen wir jetzt, wie unsere Bundeskanzlerin uns unermüdlich ans Herz legt, "stärker aus der Krise herauskommen als wir hineingegangen sind"?
Was wächst, wenn wir von "Wirtschaftswachstum" sprechen? Üblich ist, das "Wirtschaftswachstum mit dem "Bruttoinlandsprodukt" (BIP) gleichzusetzen, dem jährlichen Gesamtwert der im Land erwirtschafteten Güter und Leistungen > .
Viel schneller als das BIP wächst allerdings die Staatsverschuldung, angetrieben von interessanten politischen Entscheidungen und vom Zinseszinseffekt > . Um die Verschuldung kompensieren zu können, bräuchten wir nach Meinung von Experten ein Wirtschaftswachstum in Höhe von etwa 9% über Jahre. So etwas schaffen derzeit nur die Chinesen. Die ktuellen Schätzungen für Deutschland und den europäischen Raum entnehmen Sie bitte der Tagespresse ...
Was hilft uns wachsen? Eine Bildungsoffensive? Steuererleichterungen? Aber für wen? Sparen und controllen, bis daraus von selbst Wachstum entsteht > ? Das Geld von Kirchen und Kommunen verspekulieren? Gezielt auf den Zusammenbruch von Unternehmen und neuerdings auch Ländern wetten und auch daraus noch Gewinn schöpfen?
Und wie solide ist unser gesellschaftliches Fundament für ein wachsendes Bruttoinlandsprodukt? Beeindruckt haben mich diese Zahlen für unser Land, die ich neulich im "Business Digest" (Newsletter von BWR-Media > , Ausgabe vom 26.03.2010) zusammengestellt fand:
- Von 100 Bürgern, die wir gegen eine Vergreisung des Landes benötigen, werden derzeit nur 65 geboren.
- Von diesen wandern 10 aus - bleiben 55.
- Von diesen 55 gelten 15 als nicht ausbildungsfähig. Bleiben 40.
- Diese 40 sollen die Lasten schultern, die auf 100 Schultern liegen sollten.
Geld, das unsere Regierung derzeit so großzügig verteilt, wird von Steuerzahlern erbracht, die es in der Regel durch Arbeit erworben haben. Gutverdiener haben mehr Möglichkeiten, ihren Steuersatz zu reduzieren als Normalverdiener. Zu den Spitzenposten bei den Ausgaben gehören Schuldendienst und Sozialleistungen. Sie werden inzwischen nicht mehr nur von Nichtverdienern, sondern auch von Wenigverdienern in Anspruch genommen.
Insgesamt finanzieren derzeit, so noch einmal der "Business Digest",
- 27,5 Millionen Arbeitnehmer und 3 Millionen Unternehmer
- 29,5 Millionen Rentner, Pensionäre, Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger und dazu noch
- 4,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst.
Auswirkung des demographischen Wandels? Brauchen wir also dringend mehr Kinder? Noch wenden die Bundesländer ca. 40 Millionen Euro jährlich an Steuergeldern auf, um Abtreibungen zu subventionieren (idea Spektrum 15/2010 > , Gastkommentar im Editorial).
Wo sammeln sich die klügeren Köpfe und die besseren Strategiespieler? In der Politik, im Management oder im Investment Banking? Viel Zeit ist nicht mehr für das überholte Spiel: Denkst du dir ein Gesetz aus, denke finde ich sofort ein Schlupfloch. Zeit zu träumen: Wie schnell könnte die Welt sich entwickeln, wenn alle Entscheider systemisch zu denken und zu fühlen gelernt hätten?
Auf dieser Basis entstünde auf allen Ebenen verantwortungsvolles, freiwillig-solidarisches Handeln, gegründet auf dem festen Fundament einer gut geerdeten Spiritualität > oder wenigstens Ethik > . Viele Gutverdiener benehmen sich so, ohne große Worte zu machen. Und auch viele Menschen, denen das Geld nicht so leicht zufließt. Jeder von uns ist eingeladen, sich zu fragen, wieweit die Förderung des allgemeinen Wohls in sein tägliches Handeln einfließt. Engagieren Sie sich in einem Feld Ihrer Wahl, und lassen Sie die "Goldene Regel" > für sich arbeiten. Genießen Sie die Ernte wachsender Lebensqualität - aus bekannten, aber auch aus völlig unerwarteten Quellen.
Schließen wir uns zu "Clubs der klugen Köpfe" zusammen, entwickeln wir kreativen Unternehmergeist > und vernetzen wir unsere Initiativen > . Wir haben die Freiheit dazu. Das ist kostbar und nicht selbstverständlich. Übernehmen wir unseren Teil der Verantwortung, und regen wir andere damit an, dasselbe zu tun. "Packen wir´s an" ... >







