Kurz nachdem ich den Eintrag "Weltbild-Leitbild-Menschenbild" > fertig gestellt hatte, fiel mir die Ausgabe 8/2003 der "reflexionen - Themen für Menschen in Verantwortung" in die Hände. "reflexionen" ist eine Publikation der IVCG >, und der erste Beitrag im Heft hat den Titel "Das Reiseziel". Verfasser ist Alfred E. Rieck.
In einem Flugzeug tauschen sich zwei Geschäftsleute und der Flugkapitän über seinerzeit aktuelle Ereignisse und die darin erkennbaren antagonistischen Kräfte in Wirtschaft und Gesellschaft aus. Auszug:
"Fällt dir nichts auf? Es ist immer wieder der gleiche Mechanismus. Es werden immer wieder die eigenen Interessen in den Mittelpunkt des Denkens und Verhaltens gesetzt. Und es geht immer zu Lasten anderer."
- Die Ziele: Macht und Bereicherung
- Die Instrumente: Betrug und Zerstörung
- Die Motivation: Egoismus
Wollen wir etwas Positives bewegen, wollen wir unser direktes persönliches Umfeld, unseren Verantwortungsbereich im Unternehmen, unsere Gesellschaft verändern? Vordergründig sieht es vielleicht so aus, dass wir vermeintlich schneller an ein lohnenswertes Ziel kommen, wenn wir uns von diesen Mechanismen beeinflussen und leiten lassen.
Die Alternative, keine Entscheidung zu treffen, gibt es nicht. Es gibt kein neutrales Gebiet, auf das man sich zurückziehen und unbeteiligt zusehen kann, was in unserem persönlichen Umfeld oder unserer Gesellschaft abläuft. Wer das versucht, handelt unverantwortlich und nimmt bewusst in Kauf, durch indirekte Akzeptanz des Ist-Zustandes andere Menschen zu schädigen. Mit diesem Verhalten gehört man automatisch zu der Gruppe, die in gewisser Hinsicht Betrug an den Mitmenschen begeht.
Der Flugkapitän war der einzige, der während der ganzen Zeit sehr ruhig, still und gelassen war. Er fragte uns: "Warum müssen wir Menschen immer den komplizierteren, den schwereren Weg gehen? Der Entwicklungsingenieur dieser Welt hat uns bereits in seiner Bedienungsanleitung für diese Welt und für uns Menschen gesagt, dass die Welt von zwei konträren Polen gesteuert wird. Und zwar nicht von zwei Militär- oder Wirtschaftsblöcken, sondern von einem Schöpfer und von einem Zerstörer, von Gott und von Satan. Wir Menschen müssen uns früher oder später entscheiden, welchen Flugkurs und welchen Zielflughafen wir für unser Leben wählen. Entweder wir wollen auf unserem Heimatflughafen bei unserem himmlischen Vater landen, oder wir landen auf dem Flughafen des Zerstörers, der auch unsere persönliche Zerstörung will. Ohne eine bewusste Wahl für einen Zielflughafen werden wir ziellos durch die Gegend fliegen und früher oder später in Folge von Desorientierung chancenlos abstürzen."
Mit diesem Wort verabschiedete er sich und ging ins Cockpit zurück, um die Landung auf dem Heimatflughafen vorzubereiten.
Auf welchem Flug befinden SIE sich?
Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Redaktionsleitung von "reflexionen - Themen für Menschen in Verantwortung" . www.ivcg.org







