Wenn es wahr ist, dass alle guten Geschichten letztlich auf 20 "Master Plots" > basieren, wird es wohl auch im Leben so sein: alles ist schon mal da gewesen, und wer die Muster einmal verstanden hat, erkennt sie auch in immer neuer Verkleidung wieder. Vielleicht sind deshalb die biblischen Geschichten so kraftvoll: jeder kennt sie, und es ist nicht schwer, die archetypischen Erfahrungen, die sie beschreiben, in die heutige Zeit zu übertragen.
Zu den Geschichten, die Bibellehrerin Joyce Meyer > gern erzählt, gehört die des Auszugs des Volkes Israel aus Ägypten . Für eine Strecke von elf Tagesreisen brauchen sie vierzig Jahre und verbringen diese Zeit damit - so sagt es Joyce Meyer, "immer um denselben Berg herumzuwandern" (auf der Karte sieht ihr Weg etwas gerichteter aus > , aber das Bild ist einfach klasse). Sie gehen dabei ihrem Anführer Moses auf die Nerven - niemand, der diese Geschichte auf sich wirken lässt, kann sich noch ernsthaft nach einer Leitungsposition sehnen. Sie verstricken sich in Scharmützel mit Wüstenvölkern, beten - weil sie den Geldmarkt noch nicht kennen - Gold an und wünschen sich immer wieder einmal in die ägyptische Sklaverei zurück. Vor allem kultivieren sie eine Kultur des Nörgelns und Murrens und laden damit eine Reihe von negativen Einflüssen in ihr Dasein ein, von feurigen Giftschlangen bis hin zum Verlust der göttlichen Führung über eine ganze Generation hinweg ...
Wer hat sich nicht schon darüber gewundert, dass sein Weg zum Ziel durch die Wüste so lange dauert und so viel Stress sich dabei zu wiederholen scheint? Es lohnt, ab und zu darüber nachzudenken, ob wir in Kontakt mit der inneren Führung unserer Intuition handeln, welchen "Berg" wir gerade zum wie vielten Mal umkreisen, mit welchen Menschen oder Problemen wir uns vorzugsweise verstricken, und wie wir die Verstrickung verfestigen, indem wir über sie klagen, anstatt einfach die Ärmel aufzukrempeln und unser Bestes zur Meisterung der Herausforderung zu tun.
Die Opferhaltung des "Nörgelns & Murrens" wird oft in ihrer Gefahr für Erfolg und Wachstum unterschätzt. Sie kann äußerst "giftige" Auswirkungen haben, die körperliche und seelische Gesundheit beeinträchtigen, von Lebensfreude und Menschenwürde ganz zu schweigen. Verzichten wir also getrost auf den Luxus, durch "Jammern auf hohem Niveau" Schlangen zum nächtlichen Besuch bei uns einzuladen ...
Das ist übrigens nicht nur ein Bild aus der Bibel. Traumcoach Siddharta Stephan Schumann > stellt fest, dass viele Alpträume, die ihm zur Deutung vorgestellt werden, mit Schlangen zu tun haben. Träume bieten einen guten Hebel, eingefahrene Denk- und Handlungsmuster zu unterbrechen. Einen kleinen Guide zum Selbst-Entschlüsseln finden Sie hier > .
Immerhin gibt es bereits Initiativen in Deutschland, "Glück" als Schulfach zu installieren ... >







