Haben Sie einmal die beeindruckende, mehrstündige Fernsehdokumentation gesehen, in der nachgewiesen wurde, dass die Amerikaner niemals auf dem Mond waren? Die Bilder sind genauso aussagekräftig, die zitierten Experten machen einen ebenso seriösen Eindruck wie die Berichte und Kommentare zu den "echten" Mondlandungen ... welchen Quellen vertrauen Sie mehr? Und warum?
Leben wir wirklich noch in einer "Wissensgesellschaft"? Wenn die Informationsmenge sich alle drei Jahre verdoppelt, wissen wir alle zwangsläufig immer mehr über immer weniger (bis wir am Ende alles über nichts wissen). Wie weit sind wir schon auf diesem Weg? Unaufhaltsam bewegen wir uns zurück auf die Dimension des Glaubens und Vertrauens, verbunden mit der Notwendigkeit, Intuition und gesunden Menschenverstand zu schärfen, sorgfältig zu prüfen, selbst zu denken und vor allem über unser eigenes Handeln zu entscheiden - in dem Wissen, dass alles, was wir tun und unterlassen, Kreise zieht, indem es andere beeinflusst.
Dass unsere Experten und Entscheidungsträger bestimmt genau wissen, was sie tun und dass sie über einen Wissensvorsprung verfügen, der sie zu fundierten Entscheidungen führt, kann nach der Posse um die Schweinegrippe niemand mehr wirklich annehmen. Welche Meinung haben Sie sich über dieses Thema gebildet, nach welchen Kriterien haben Sie Ihre Informationen ausgewählt und gewichtet, und wie lange haben Sie durchgehalten, bis Sie sich kopfschüttelnd davon abgewandt haben?
In seiner Ausgabe 1/2010 berichtet das P.T.Magazin > über Datenfälschungen bei der Erforschung des Klimawandels. Ein wenig davon ging durch die Medien. Google meldet unter dem Stichwort "Climategate" 17.200.000 Einträge. Wie tief steigen Sie ein, um sich zu informieren? Wem vertrauen Sie? Was denken Sie? Was tun Sie?
Wer verantwortungsvoll handeln will, wird zunehmend sorgfältiger mit der Informations- und "Wissens-"lawine, die täglich auf uns einstürmt, umgehen müssen. Jeder von uns verfügt über einen Einflussbereich, und nur diesen können wir nach besten Kräften gestalten, um durch eigenes Denken und Handeln vor Ort die Welt mitzuerschaffen, in der wir leben wollen.
Gerne höre ich von Ihnen, wie Sie es tun.







