Eine türkische Ney > erinnert mich an eine Heilpraktikerin, die in die ErfolgsSchmiede kam, um ihre Praxis in Schwung zu bringen. Das gelang ihr auch: sie fand neue Praxisräume und und ein spezielles Projekt, das ihr erweiterte Marketing-Chancen eröffnete, blieb aber innerlich unausgefüllt.
Die Frage, die sie sich dann stellte, war: "Was will - durch mich - gelebt werden?"
Mit dieser Frage gab sie ihrer Beruf(ung)ssuche eine spirituelle Grundlage. Ganz bewusst fragte sie nicht zuerst ihr Ego: "Was will ich vom Leben bekommen, und wie ziehe ich es zu mir heran?", sondern wandte sich in einer meditativ-empfänglichen Haltung an die Göttliche Instanz und bat um innere Führung >.
Ihr wurde deutlich, dass letztlich die Musik ihr Medium war: spirituelle, meditative Musik, auch Tänze, aus allen Kulturen, besonders aus dem orientalischen Raum, und am liebsten die Musik der Derwische. Als Europäerin hierin anerkannt zu sein oder auch nur zur Ausbildung zugelassen zu werden, ist ein seltenes Privileg. Mittlerweile lebt sie ihren Traum und ist mit den Derwischen und ihrer Musik in der ganzen Welt unterwegs.
Die Ney schenkte sie mir bei einer unserer letzten Begegnungen. Die Flöte ist ein "eigenwilliges" Instrument, lässt sich nicht von jedem spielen und auch nicht in jeder Gemütsverfassung. Einem versierten Ney-Spieler soll es schon passiert sein, dass ihm sein Instrument auf offener Bühne den Gehorsam verweigerte ...
Für mich ist die Ney auf meinem Schreibtisch seither untrennbar mit der Frage "Was will durch mich gelebt werden?" - oder auch: "Was will das LEBEN von mir?" verbunden, und ich bin dankbar dafür, dass ich dieser LebensKünstlerin begegnen und sie ein Stück auf dem Weg zu ihrer Lebenserfüllung begleiten durfte.







