Man sagt, dass 97% der Veränderungsideen in Wirtschaft und Gesellschaft an der Basis entstehen - dort, wo Menschen in der Durchführung ihrer Aufgaben direkt mit konkreten Herausforderungen konfrontiert werden, die zu meistern sind, wenn das Leben gelingen, die Lebensqualität gehalten oder verbessert werden soll und manchmal auch das Überleben gesichert werden muss.
Der Anteil der Selbstständigen und Unternehmensgründer in unserer Gesellschaft nimmt zu. Das ist eine Chance, verkrustete Strukturen mit neuem Leben zu erfüllen oder aufzubrechen. Die wenigsten Jungunternehmer aber sind wirklich auf das vorbereitet, was auf sie zukommen wird. Eine Fülle von Hinweisen und Anregungen bietet Robert Chromow - dem ich für die Anregung danke, dieses Blog an den Start zu bringen -, auf seiner hochinteressanten Website.
Recht gut erforscht und unterstützt ist die Seite der "Business Administration", der Verwaltung und Organisation eines Geschäfts und der Erfüllung rechtlicher und steuerlicher Vorschriften, zumindest für die Anschubphase. Die Anschubphase ist aber nicht einmal auf die kritischen fünf Jahre angelegt ...
Durch das Konzept der "Entrepreneurship", vertreten beispielsweise durch den Berliner Begründer der "Teekampagne", Prof. Dr. Günter Faltin, wurde die Wichtigkeit einer gut ausgearbeiteten, tragfähigen Idee wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.
Trotzdem scheitern nach wie vor ca. 80% der Start-ups innerhalb der ersten fünf Jahre. Als wichtigster Aspekt gilt hier der Geldmangel, aber dies ist eher ein Symptom als der Kern des Problems. Wenn das innere Feuer brennt und jemand wirklich begeistert ist für sein Projekt, und wenn das Projekt nicht völlig abgehoben daherkommt, wird er auch Menschen finden, die ihm finanzielle Überbrückungshilfen leisten. Vorausgesetzt, er bietet einen echten, nachvollziehbaren Nutzen und kann sich seine kraftvolle Vision, seine Unermüdlichkeit, Dynamik und Kreativität bewahren.
Aus meiner Sicht ist die Persönlichkeitsstärke - neben der Tragfähigkeit der Geschäftsidee - für den nachhaltigen Unternehmenserfolg die wichtigste Größe. Rückgrat, Durchhaltevermögen, Selbstbewusstsein - und Kreativität. Wer in Zeiten finanzieller Engpässe seine innere Balance halten kann, obwohl nervöse Banker und unsensible Finanzbeamte ihn unter Stress setzen, schafft sich damit den Raum, Ideen für kreatives Marketing zu entwickeln. Denn letztlich wird er die Geldexperten nur zufrieden stellen können, wenn sein Geschäft durch einen angemessen großen Zufluss an Neukunden und neuen Aufträgen sich stabilisiert und wächst.
Die innere Balance hängt sehr stark von der Resonanz ab, die der Unternehmer von den Menschen erhält, die ihm beruflich und persönlich nahe stehen. Sie sollten ihm das ehrliche Wissen vermitteln, dass sie an ihn und den Erfolg seines Projekts glauben. Wenn er nicht völlig schmerzfrei ist, werden sich die Zweifel bei ihm ganz von selbst einstellen, wenn sich gewünschte Resultate und Umsätze über einen längeren, zähen Zeitraum einfach nicht einstellen wollen.
Deshalb ist für mich der Aspekt des "Mönchs" in der "Dreifachen Herausforderung" so wichtig.
Und deshalb empfehle ich die regelmäßige Mitarbeit in einem professionell moderierten branchenübergreifenden SynergieKreis, wie wir ihn beispielsweise auch in den Hamburger ErfolgsSchmieden anbieten, als Kraft- und Schutzraum für junge Ideen ebenso wie als Raum für innere Stärkung und Ermutigung in Zeiten der Flaute oder des Gegenwindes. Und natürlich auch als Ort für fachübergreifende Fortbildung, Beratung, für das Training unterschiedlicher Kompetenzen und für kreative, passgenaue Problemlösungen.
Und wenn einmal schnelle kreative Lösungen gesucht werden, ist jetzt in Hamburg und Umgebung auch der praxiserprobte IdeenGenerator wieder am Start. Dieses Format würde ich gern mit Beteilgung einer größeren Öffentlichkeit auch im Fernsehen oder Internet anbieten - ich freue mich auf Eure Ideen und vielleicht auch konkrete Angebote dazu, liebe Leser/-innen.







