Schon im Jahr 2000 waren Menschen hungrig nach Dingen, die nicht satt machen ...
Das GierTier wurde im Jahr 2000 von der Hamburger Künstlerin Britta Paul (damals hieß sie Britta Thordsen) erschaffen und begleitete mich auf Vorträge und Workshops über Zeitmanagement und Work-Life-Balance. In den Veranstaltungen regte ich die Teilnehmenden zu der Frage nach ihren zentralen Werten und wichtigsten Zielen an: "Wofür brenne ich?"
Wenn diese Frage - beruflich und persönlich - gut beantwortet ist, entsteht ganz von selbst ein Gefühl für die Dimensionen "wichtig" und "dringend", und planvolles Handeln nach den gefundenen Prioritäten führt zu steigender persönlicher Effizienz und Zufriedenheit.
Ist die Frage nicht gut beantwortet, dreht sich die Stress-Spirale. Die innere Leere nimmt zu. Und so entsteht Gier: durch den Hunger nach Dingen, die nicht satt machen, sondern den verborgenen Mangel verstärken.
Damals war "Zeit" die Ressource, die zunehmend knapp zu werden drohte, um die ständig wachsende Anzahl von Optionen bedienen zu können. Heute ist es "Geld", und das Bedürfnis nach Sicherheit tritt in den Vordergrund. Für den Umgang mit beiden Ressourcen gelten ähnliche Gesetzmäßigkeiten und Fallstricke. Immerhin ist "Zeit" ein demokratisch verteiltes Gut: jeder bekommt täglich 24 Stunden von seinem ZeitKonto ausgezahlt. Im verborgenen bleibt dabei die Summe, über die wir noch verfügen können. Im Fall des Geldes verfügen wir zwar über Zahlen, verstehen heute aber immer besser, dass deren Gegenwert sich drastisch und schlagartig verändern kann.
Angesichts eines nicht einschätzbaren (Zeit-)Kontostandes empfiehlt es sich deshalb in jedem Fall, die Lebensqualität in die Gegenwart zu holen, in diesen Augenblick.
Um dies zu unterstützen, empfahl ich meinen Teilnehmenden, ein WarnMaskottchen über ihren Schreibtisch zu hängen. Viele freuten sich über ein GierTier-Bild, das in seiner Beliebtheit Britta Pauls tapferen, müden Hamster mit der Zeit überholte.
Vom Giertier entstanden noch einige weitere Bilder, bereits 2000 zum Beispiel dieses, und später schrieb ich den GierTier Song (Download mp3 >), veröffentlicht auf der CD "Morgendämmerung".
Gier = Hunger nach Dingen, die nicht satt machen, sondern den blinden Hunger weiter verstärken.
Für Geld gibt es kein Sättigungsgefühl, mit dem die Evolution uns gegen eine Überdosis schützen würde. "Man kann nie genug Geld haben."
Geld - eine neutrale Energie? >







